rbb Inforadio Beitrag mit Dr. Sönke Rössing

Starke Nachfrage: Exoskelette für Montage und Logistik

In dem Beitrag des rbb sprechen Franziska Ritter und Sönke Rössing über unsere Exoskelette.

Wie können körperliche Belastungen verringert werden?

Wie können Exoskelette bei Muskel-Skelett-Erkrankungen helfen?

Welche Herausforderungen gibt es im Arbeitsmarkt?

Immer mehr Unternehmen sehen sich in der Lage, dass sie wirklich kämpfen müssen mit den anderen Arbeitsplätzen, die weniger Belastung mit sich bringen, Dienstleistungen zum Beispiel. Das heißt, es gibt einen hohen Handlungsbedarf und in den Jahren, in denen ich in dem Bereich arbeite, hat das stetig zugenommen.

Die Rechnung die Volkswirtschaftliche ist eine ganz Einfache. Wir sehen rein aus muskuloskelettale Erkrankungen in Deutschland 30 Milliarden Euro Kosten. Diese entstehen einfach aus dem Ausfall der Menschen und wenn man sich überlegt, dass man da ansetzen kann, dass diese Krankheiten gar nicht vorfallen, dann ist das Potenzial. Also auch für die Gesellschaft ein ganz Großes.

Dr. Sönke Rössing, Head of Ottobock Bionic Exoskeletons

Das ganze Interview finden Sie hier, in der Mediathek von RBB.

Die Kosten werden nach § 49 Absatz 3 Nummer 1 des neunten Sozialgesetzbuches (SGB IX) als Hilfen zur Erhaltung oder Erlangung eines Arbeitsplatzes einschließlich Leistungen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung bewilligt. Für die Beantragung braucht es:

  • Das Formular G0100 – Antrag auf Leistungen zur Teilhabe für Versicherte – Rehabilitationsantrag

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Formulare/DE/_pdf/G0100.html

  • Das Formular G0133 – Anlage zur Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben – Kostenübernahme für Hilfsmittel und technische Arbeitshilfen, die behinderungsbedingt zur Berufsausübung erforderlich sind

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Formulare/DE/_pdf/G0133.html

  • Ihren Kostenvoranschlag inkl. der ausführlichen Funktionsbeschreibung und
  • Ein Fachärztliches Attest mit konkreter Diagnose und möglichst einer Empfehlung für das System.

Falls eine Funktionseinschränkung oder Verletzung im Schulter/Oberarmbereich vorliegt, die besonders am Arbeitsplatz eine Rolle spielt oder zu einer Einschränkung in der Arbeitsausführung führt, kann Paexo Shoulder unter bestimmten Voraussetzungen unterstützen bzw. den Bewegungsradius der Person verbessern. Der Weg zur Verschreibung und somit Übernahme der Kosten für Paexo Shoulder durch die Kasse kann wie folgt aussehen:

Die Wirksamkeit und Eignung im spezifischen Fall sollte zuerst durch den behandelnden Arzt oder im Rahmen der Reha-Therapie bewertet werden (schriftliche Empfehlung/Abschlussbericht) und kann dann durch den behandelnden Berufsgenossenschaft-Arzt im Rahmen eines positiven Gutachtens bestätigt werden. Nach Kontaktaufnahme mit Ihrer zuständigen Berufsgenossenschaft wird voraussichtlich ein Zweitgutachten durch einen Facharzt/Orthopäden erforderlich sein. Bei positivem Zweitgutachten und ausgestelltem Rezept, können Sie uns dann direkt kontaktieren, sodass wir anhand Berufsgenossenschaft Schadensnummer und Originalrezept über den Berufsgenossenschaft-Ansprechpartner die Kostenübernahme abklären und im Anschluss das System zukommen lassen können.

Das Paexo Shoulder können Sie durch das Buchen von drei unterschiedliche Testpaketen für einen Zeitraum zwischen 4 und 10 Wochen testen. Wir begleiten Sie dabei von der Einführung am Arbeitsplatz über die organisatorische Implementierung bis hin zu der Auswertung der Ergebnisse. Wenn Sie ein Angebot für eine der drei Testoptionen wünschen, schreiben Sie uns über unser Kontaktformular.

Das Paexo Shoulder ist „Made in Germany“.

Die Textilien des Paexo Shoulder sind abnehmbar, waschbar und wiederverwendbar. Die Technik kann mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Es ist möglich, ein Hygieneset für den Austausch der Textilien zu bestellen.

Das Paexo Shoulder sollte keiner übermäßigen Sonneneinstrahlung und keinen Temperaturen ober- oder unterhalb von -10 bis 45 °C ausgesetzt werden. Ebenso sollte der Kontakt mit Hitze, Glut und Feuer vermieden werden.

Wir machen Ihnen gerne ein Angebot. Bitte kontaktieren Sie uns hierfür per E-Mail unter industrials@ottobock.com.

Mit seinem Gewicht von unter zwei Kilogramm ist das Paexo Shoulder das leichteste Exoskelett seiner Art.

Die Tragezeit des Paexo Shoulder ist nicht eingeschränkt. Durch das einfache An- und Ablegen kann das Paexo Shoulder zwischenzeitlich einfach abgelegt werden, zum Beispiel bei der Rotation von Arbeitsplätzen oder in Pausen.

Nach einer Eingewöhnungsphase dauert das An- und Ablegen jeweils unter 20 Sekunden.

Wir empfehlen eine persönliche Zuordnung des Exoskeletts. Nur so kann die optimale Wirksamkeit des Paexo Shoulder gewährleistet werden. Des Weiteren sollte aus hygienischen Gründen von der Weitergabe an einen anderen Nutzer abgesehen werden. Sollte das Paexo Shoulder langfristig den Nutzer oder die Nutzerin wechseln, lässt es sich jedoch leicht umrüsten und hygienisch aufbereiten.

Das Paexo Shoulder lässt sich auf Körpergrößen zwischen circa 160 cm und 190 cm anpassen.

Ja, die Unterstützungskraft ist individuell auf Personen und Tätigkeiten einstellbar.

Das biomechanische Design ermöglicht volle Bewegungsfreiheit. So ist es möglich, sich mit dem Paexo Shoulder hinzusetzen oder heruntergefallene Gegenständen aufzuheben.

Nein, das Paexo Shoulder entlastet und unterstützt den Menschen. Es verbessert die Ergonomie und kann die Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen, ist aber kein leistungssteigerndes Exoskelett.

Nein, alle Bewegungen müssen selbst ausgeführt werden. Das Exoskelett Paexo Shoulder nimmt durch eine Umverteilung von Lasten nur die Belastungsspitzen ab.

Etwa ein Viertel (23,2 %) der Arbeitsunfähigkeitstage in Deutschland beruhen auf Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE, Stand 2013). Und diese Zahl wird mit zunehmendem Alter noch größer: Bei den Über-55-Jährigen machen sie bereits mehr als 35 % aus. Somit verursachen MSE einen erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden (Ausfall der Bruttowertschöpfung: ca. 20 Mrd. Euro, Stand 2013). (vgl. DGUV). Es gibt dabei einen erwiesenen direkten Zusammenhang zwischen Überkopfarbeit und muskuloskelettalen Erkrankungen. Die körperliche Entlastung durch Exoskelette kann zu einer Reduzierung von arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren, Ausfallzeiten und Unfällen beitragen. Damit eröffnen Exoskelette die Möglichkeit, einen wichtigen Beitrag zur präventiven Gesunderhaltung der Belegschaft zu leisten.

Bei manuellen Arbeiten über Schulter- und Kopfhöhe werden Gelenke und Muskulatur in Schultern, Armen und Rücken sehr beansprucht. Zusätzlich kann es zu starken Anspannungen der Nackenmuskulatur durch die Rückwärtsneigung kommen, bis hin zur eingeschränkten Durchblutung der Arme durch verminderten hydrostatischen Druck in den Blutgefäßen. Deshalb sind Arbeiten mit den Händen über Schulterniveau bzw. Überkopfarbeiten nur für wenige Minuten ausführbar. Langfristig können solche Tätigkeiten zu arbeitsbedingten Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems führen.

Ottobock hat den Einfluss von Überkopf-Exoskeletten auf die Biomechanik des Körpers während der Entwicklung des Paexo Shoulder mit Experten erforscht. Die positive Wirkung von Paexo Shoulder ist in zwei Studien analysiert und belegt worden. Diese Studien stehen Ihnen hier zur Verfügung: 

Prinzipstudie zur Wirkung eines industriellen Exoskeletts bei Überkopfarbeit

Objective and Subjective Effects of a Passive Exoskeleton on Overhead Work

Ähnlich wie ein Rucksack wird das Paexo Shoulder eng am Körper getragen. Es leitet mithilfe seiner Stützstrukturen das Gewicht der Arme auf die Hüfte ab. Mit seiner intelligenten, rein mechanischen Seilzugtechnik erleichtert das Exoskelett das Anheben und Halten der Arme und reduziert so unangenehme Belastungsspitzen im Schulter- und Nackenbereich.

Das Paexo Shoulder ist ein Exoskelett von Ottobock, das Menschen unterstützt, die täglich körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten mit erhobenen Armen ausführen. Es entlastet die Schultergelenke und Oberarme, zum Beispiel bei Überkopfarbeiten in der Montage oder im Handwerk.